Die Bestattung mit Jahrtausende alter Tradition
Kolumbarium, auch Columbarium (von lat. columbarium, der Taubenschlag),
war ursprünglich die Bezeichnung für einen Taubenschlag, wegen der optischen
Ähnlichkeit wurde es dann auch zur Bezeichnung für altrömische Grabkammern
mit reihenweise übereinander angebrachten Nischen zur Aufnahme von Urnen nach
der Feuerbestattung. Heute bezeichnet man als Kolumbarium ein Gebäude oder
Gewölbe, das der Aufbewahrung von Urnen dient und oft einem Friedhof oder einem
Krematorium angegliedert ist.
Kolumbarien in Deutschland
In Deutschland begann sich diese Beisetzungsart mit der Einführung der
Feuerbestattung ab 1879 zu etablieren. Mit der Eröffnung des ersten
Krematoriums im deutschsprachigen Raum im Dezember 1878 in Gotha wurden auch
deutsche Kolumbarien errichtet.
In heutiger Zeit werden verstärkt neue Kolumbarien angelegt. So befindet sich
ein Kolumbarium auf dem alten Teil des Braunschweiger Stadtfriedhofs. Eines
der ersten in einer Kirche eingerichteten Kolumbarien ist seit 2006 in der
Aachener Grabskirche St. Josef zu finden. Seit 2007 gibt es ein weiteres in
der Allerheiligenkirche in Erfurt. In Norddeutschland gibt es Kolumbarien in
den Kapellen 8 und 11 des Hauptfriedhofs Hamburg-Olsdorf. Dort werden die
Urnen in Wandnischen beigesetzt. Private Kolumbarien gibt es seit 2006 in
Bestattungshäusern in Duisburg und in Düsseldorf. Diese wurden in Trägerschaft
der Alt-Katholischen Kirche NRW errichtet.
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